Dienstag, 18. April 2017

"Es ist ein Kampf um Köpfe, um Klarheit und um Aufklärung"

Interview mit Fritz Schmalzbauer zur Präsidentschaftswahl in Frankreich


Einer von elf Präsidentschaftskandidaten: Jean Luc Mélenchon
 

1. Zur kommenden Präsidentschaftswahl in Frankreich am 23. April 2017 treten in der ersten Runde 11 Kandidaten an.  Wer vertritt aus Deiner Sicht von diesen 11 noch am ehesten die Interessen der ArbeiterInnenklasse?



Die Frage stellt sich in einem größeren Zusammenhang: Welches politische Projekt ist geeignet, eine "nachhaltige" Perspektive für die große Mehrheit der Menschen in Frankreich und darüber hinaus in Europa aufzuzeigen? Die Überraschung aller Fatalisten ("wählen bringt nichts") ist die hohe Zustimmung für Jean Luc Mélenchon ("Les Insoumises"). Könnte ich hier wählen, hätte er meine Stimme. Zum einen, weil er eine "6. Republik" mit einem demokratischen Unterbau vorschlägt.

 

Montag, 10. April 2017

Tu felix Austria

Warum es in Österreich viel weniger Altersarmut gibt



Tu felix Austria, Du glückliches Österreich!
Ein aktueller Bericht der ARD-Magazins Monitor zeigt am Beispiel
von Österreich, wie man drohende Niedrigrenten und Altersarmut verhindern kann

Donnerstag, 6. April 2017

"Ich kämpfe für den Freiraum in den Köpfen"

 
 
In deinem Kopf fängt der Freiraum an,
wir machen da oben den ersten Schritt zu einem Aufstand.
Menschen sammeln sich zusammen wie Gedanken, die sich zusammenfügen
und als Kollektiv gemeinsam hier die Wahrnehmung verschieben.
Die Ordnung durcheinanderbringen und sie neu sortieren,
können wir, wenn wir die Angst vor den Gedanken mal verlieren.
Auch wenn sie verwirren, wenn du dir erst mal den Kopf zerbrichst,
dann schützt dich auch nicht das Visier vor deinem Gesicht.
Selber denken ist geil, aber manchmal auch nicht leicht
und es sucht sich die Bequemlichkeit schnell jemand der die Richtung weist.

Montag, 3. April 2017

Gewerkschaftsarbeit unter Extrembedingungen


Veranstaltung heute abend im DGB-Haus in München
zum Vergrößern auf Bild klicken






Freitag, 31. März 2017

Dem Kapital die Zunge herausstrecken!


Albert Einstein empfiehlt ver.di-Mitgliedschaft

Der Physiker Albert Einstein streckt am 14.03.1951, an seinem 72. Geburtstag, die Zunge heraus.


"Gegen organisierte Macht gibt es nur organisierte Macht;
ich sehe kein anderes Mittel, so sehr ich es auch bedaure."

(Albert Einstein)






Liebe Kollegin, lieber Kollege,

heute, am 31. März 2017 läuft für die Beschäftigten im Buchhandel
 und den Verlagen in Bayern der Entgelttarifvertrag aus,
den Manteltarifvertrag haben die Arbeitgeber zum 30. Mai 2017 gekündigt.
Rechtlichen Anspruch auf Tarifleistungen und deren Nachwirkung haben nur Gewerkschaftsmitglieder, die vor dem Kündigungstermin ver.di-Mitglied sind.


Deshalb:






Mittwoch, 29. März 2017

Es ist 5 vor 12




Liebe Kollegin, lieber Kollege,

am 31. März 2017 läuft für die Beschäftigten im Buchhandel
 und in den Verlagen in Bayern der Entgelttarifvertrag aus,
den Manteltarifvertrag haben die Arbeitgeber zum 30. Mai 2017 gekündigt.
Rechtlichen Anspruch auf Tarifleistungen und deren Nachwirkung haben nur Gewerkschaftsmitglieder, die vor dem Kündigungstermin ver.di-Mitglied sind.

Deshalb:




Montag, 27. März 2017

Die Freiheit der Entscheidung


Tarifvertrag    oder   Vergütungsordnung

Tariflohn   oder   Mindestlohn/Vergütungslohn

Weihnachtsgeld   oder   kein Weihnachtsgeld

37,5 Std-Woche   oder   40 Std.-Woche

Spätzuschläge   oder   keine Spätzuschläge

besonderer Kündigungsschutz für Beschäftigte ab 52 Jahren
 bei längerer  Beschäftigungsdauer   oder    nichts

6 Wochen Urlaub   oder   4 Wochen Urlaub (gesetzlich)

Vermögenswirksame Leistungen   oder   Keine VWL

gemeinsam solidarisch   oder   isoliert vereinzelt

an Arbeitskampfmaßnahmen teilnehmen   oder   sich still verhalten

streiken   oder   betteln   

Gewerkschaftsmitglied   oder   Nicht-Gewerkschaftsmitglied



Liebe Kollegin, lieber Kollege,

am 31. März 2017 läuft der Entgelttarifvertrag aus,
den Manteltarifvertrag haben die Arbeitgeber zum 30. Mai 2017 gekündigt.
Rechtlichen Anspruch auf Tarifleistungen und deren Nachwirkung haben nur Gewerkschaftsmitglieder, die vor dem Kündigungstermin ver.di-Mitglied sind.

Freitag, 24. März 2017

Wirtschaftspornogedicht


Wirtschaftswachstum! Risikoinvestition!

Abwrackprämie war gestern, wir verbraten Kapital

Liquiditätshilfen gegen Stocken der Devisenflüsse sind zur Hand

Florierender Außenhandel! Deine prallen Schuldenberge, erbebend!

Sexy in hohen Absatzmärkten, deine üppigen Budgets emporgestreckt und kreisend!

Mit frisierten Büchern und glatten Bilanztricks im Schweinsgalopp

Konjunkturoptimistisch! Hier wird lauthals fusioniert

Verschwitzte Kursmanipulationen, immer dereguliertere Märkte

Solch prächtiger Wohlstand, schau! Solche Rendite! Wir schlagen Schaum!

Angebot und Nachfrage bis zum Hals, in rasantem Kursanstieg bis zum Höhepunkt —

Hunderte und Hunderte Milliarden werden heftig in obskure Wirtschaftskanäle gepumpt

Oh Baby, ich brauch gleich Staatshilfe!

Ein paar letzte Schwalle kraftvoller Finanzspritzen, dann Deflation

Insolventes Wegrollen in die Kissen

Mikael Vogel, "Wirtschaftspornogedicht", aus: Massenhaft Tiere, Verlagshaus J. Frank, Berlin 2011

Mittwoch, 22. März 2017

Kapitalisten und ihre Schaufeln

Neues aus der Blogosphäre:  Was ist in den anderen ver.di-Blogs los?




Kapitalisten-Schaufel als Super Sign bei Dehner


"Vergesst die Pyramiden, den Eiffelturm, die Freiheitsstatue", berichtete der ver.di-Blog der Dehner-Beschäftigten, "hier kommt die Schaufel!". Mit der "Schaufel" - von den Kolleginnen gleich zutreffend als "Kapitalisten-Schaufel" tituliert, ist eine riesige Gartenschaufel gemeint, die die Gartenbaucenter-Kette Dehner sich selbst zum 70. Geburtstag als neues Super Sign schenkte.

Offizielles Statement des Dehner-Geschäftsführers Weber, dessen Unternehmen 2009 Tarifflucht begangen hat,  zum Schaufel-Monster:
"Das Design-Konzept für die rund 3,5 Tonnen schwere Alu-Stahl-Konstruktion mit Lärchenholzgriff wurde in Zusammenarbeit mit einer renommierten Agentur aus München entwickelt. Weber: „Dehner setzt dabei bewusst auf eine Optik der Superlative: Das Objekt soll künftig als ‚Super Sign‘, Markenbild und Besucherattraktion gleichermaßen fungieren.“

Kommentar der Dehner-ver.di-Blogredaktion: "Die Dekadenz der Geschäftsführung kennt keine Grenzen. Dehner gibt sich die Schaufel!"

Montag, 20. März 2017

Grad schee is

City Partner München kassiert erneute Niederlage

Der strahlend blauweiße Himmel über München
wird auch 2017 durch keine Sonntagsöffnung getrübt


Eine schlechte Nachricht für Konsummonaden ohne Familie und Freunde, die nur am Sonntagnachmittag ihre Waschmaschinen kaufen können. Und eine gute Nachricht für alle im Handel Beschäftigten:  Der Lobbyistenverein der Münchener Handelskonzerne in der Innenstadt, City Partner München e.V., hat in Sachen Sonntagsöffnung eine weitere Niederlage einstecken müssen. Das Kreisverwaltungsreferat München ging nicht auf das modifizierte Konzept der Pressure Group der Handelskapitalisten für eine Sonntagsöffnung am Stadtgründungsfest am 18. Juni 2017 ein.

So bleibt der Sonntag in München weiterhin, was das Bundesverwaltungsgericht 2015 in einem Grundsatzurteil ausdrücklich bestätigt hat: ein fester Zeit-Anker für die Menschen, der nicht dem Kommerz geopfert wird, sondern für soziale, kulturelle, gesellschaftliche, sportliche und politische Aktivitäten reserviert ist.

Montag, 13. März 2017

Länger schuften, früher sterben

Armutsbericht 2017 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes


Den kürzlich vom Paritätischen Wohlfahrtsverband veröffentlichten Armutsbericht 2017 findet Ihr hier zum Download: 

In Tabelle 1 (auf Seite 7 des Berichts) ist bei verschiedenen Haushaltstypen angegeben, welches Einkommen erreicht werden muss, um die Armutsschwelle zu überschreiten (Quelle sind die statistischen Ämter des Bundes und der Länder). Damit kann jedermann/frau feststellen, ob mit dem eigenen Einkommen die sogenannte Armutsschwelle erreicht oder überschritten wird, oder ob man als (relativ) einkommensarm gilt.

Wie die Tagesschau ebenfalls kürzlich in einem Beitrag berichtete, sterben Arme früher als Reiche: