Dienstag, 23. Mai 2017

Ausrufezeichen!

"Wer zuhause bleibt, wenn der Kampf beginnt,
und läßt andere kämpfen für seine Sache,
der muß sich vorsehen:

Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.

Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will,
denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes,
wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

(Bertolt Brecht)

Mittwoch, 17. Mai 2017

„Harte Arbeit verdient kräftige Lohnerhöhungen“

Zentrale Streikkundgebung in Nürnberg mit Frank Bsirske


Über 2.500 Beschäftigte aus 90 Betrieben im bayerischen Handel folgten am 16.05.2017 dem Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). 2.000 Streikende machten sich zur zentralen Streikkundgebung nach Nürnberg auf. Besondere Unterstützung erfuhren die Handelsbeschäftigten vom ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske: „Die Arbeit im Handel ist hart: Personalknappheit, oft unfreiwillige Teilzeit und niedrige Löhne gehören zum Alltag der Beschäftigten, gleichzeitig steigen Umsätze und Gewinne der Unternehmen. Eine kräftige Lohnerhöhung ist mehr als überfällig.“

Aufgerufen wurden Beschäftigte aus ausgewählten Betrieben der Unternehmen Amazon, Adveo, Alliance Healthcare, Dehner, Esprit, Feneberg, H&M, Hugendubel, Karstadt, Kaufhof, Kaufland, Lidl, Marktkauf, MediaMarkt, Metro C&C, netto, Norma, Phoenix Pharmahandel, real,-, Selgros, V-Markt, Wöhrl und Zara.

Dienstag, 16. Mai 2017

Heute: Streik!

Warnstreiks bei Handel und Buchhandel in Bayern







Montag, 15. Mai 2017

Deine Rechte beim Streik




Speziell im Arbeitskampf kommt es auf jede und jeden an! Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat das Recht zu streiken. Dies ist in Artikel 9 III des Grundgesetzes garantiert.
Der Streik ist immer das letzte Mittel, um berechtigte Forderungen der Gewerkschaften durchzusetzen; daher ist es gerade dann notwendig, dass möglichst alle zum Streik aufgerufene Arbeitnehmer sich am Streik beteiligen.

Hier eine Zusammenfassung deiner Rechte im Arbeitskampf:

1. Jede Kollegin und jeder Kollege – egal, ob gewerkschaftlich organisiert oder nicht - darf an einem (Warn)Streik teilnehmen. Der Arbeitgeber darf das nicht verhindern. Benachteiligungen wegen der Streikteilnahme sind unwirksam.

Freitag, 12. Mai 2017

Macron oder die Uberisation der Gesellschaft

Ein Kommentar

Vom Rothschild-Banklehrling zum französischen Staatspräsidenten: Der Kapitalismus legt gelegentlich die letzten Rückstände von Scham ab. Zwischenzeitlich ist beispielsweise das « System » Goldman Sachs so politikvernetzt, dass es keine « Lobby » im eigentlichen Sinn mehr braucht. Der Vorhof, der ohnehin die entscheidenden ökonomischen und sozialen Daten setzt, hockt schon lange mittendrin.

Ob als Milliardär oder als Banken-Vertreter, man braucht nicht mehr das Gehör des Kaisers, man ist es lieber selbst. Das unterscheidet übrigens unsere fortschrittliche Demokratie vom Reich der Kaiser im « Heiligen römischen Reich deutscher Nation »: Fugger, Welser, Medicis konnten unendlich reich sein, Kaiser konnten und wollten sie nicht werden (höchstens eine Königsfrau, wie Catharine de Medici).

Samstag, 29. April 2017

Wir sind viele, wir sind eins: Heraus zum 1. Mai!

Internationaler Kampf- und Feiertag der ArbeiterInnenklasse

 

Es hilft nichts: Wir müssen uns selbst aus dem Elend erlösen, uns finden, Widerstand leisten, uns organisieren. Die Geschichte zeigt: Uns wird nichts geschenkt! Der 1. Mai bietet die Möglichkeit, uns auf der Straße zu treffen und gemeinsam für unsere Interessen und Ideen einzustehen.
In diesem Sinne: Unsere Rechte müssen erkämpft werden – nicht erbettelt. Heraus zum 1.Mai!

Donnerstag, 27. April 2017

Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen

Forderung nach Allgemeinverbindlichkeit

BetriebsrätInnen des Münchner Einzelhandels übergaben gestern eine Resolution zur Reform der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Einzhandel an die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag
Sie machten damit auf die drohende Altersarmut und den Vernichtungswettbewerb aufmerksam




Die Allgemeinverbindlichkeitserklärung von ver.di:



Sehr geehrter Herr Kreuzer,

seit der Abschaffung der AVE 1999 in Bayern fallen nur mehr ca. 30% der im Handel Beschäftigten unter den Geltungsbereich der bestehenden Tarifverträge. Oder andersherum: 70% der Beschäftigten im Handel haben heute keinen Rechtsanspruch mehr auf die tariflichen Leistungen.

Unsere Branche ist in den letzten Jahren zunehmend von Verdrängungswettbewerb, Altersarmut, prekären und zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen gezeichnet.